Stillen auf Umwegen

Muttermilch ist natürlich das Beste für ein Kind, das steht außer Frage, und Stillen der einfachste und günstigste Weg das Kind mit Muttermilch zu versorgen. Dem Baby die Brust geben wird stets als einfach und natürlich suggeriert. Doch was, wenn das nicht so recht klappen mag?

Stillen kann doch jede Frau – oder?

Vor der Geburt meiner Tochter war für mich immer klar, das ich stillen möchte, und ich war überzeugt dass das natürlich problemlos klappen wird. Heute denke ich oft an ein Gespräch mit einem Freund zurück, der mir damals schon sagte, ich müsse erstmal abwarten ob ich überhaupt stillen kann. Blödsinn, dachte ich mir damals, stillen kann doch jede Frau…

Meine Freundin, die Milchpumpe

Heute sitze ich hier, 11 Wochen nach der Geburt meiner Tochter, und meine beste Freundin ist inzwischen eine Milchpumpe geworden. Nicht, weil ich nicht stillen könnte, sondern weil eine ganze Reihe von Umständen (verspäteter Milcheinschuss, verkürztes Zungenbändchen bei meiner Tochter und wohl auch der Stress im Krankenhaus) dazu geführt haben, dass meine Tochter einfach nicht an der Brust trinken möchte. Und glaubt mir, ich habe es noch lange versucht. Das Zungenbändchen wurde bei ihr im Krankenhaus korrigiert, aber es war ihr nach wie vor einfach zu anstrengend, an der Brust zu saugen. Schon im Krankenhaus haben wir uns dafür entschieden, ihr die Flasche zu geben, weil sie immer weiter abgemagert ist und krank wurde deshalb. Da ich ihr aber trotzdem die gesunde Muttermilch nicht vorenthalten will, pumpe ich ab. Und habe vor, das auch noch einige Wochen und Monate zu machen, solange es möglich ist.

 

 

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