Filmreview – Die Schöne und das Biest 2017

Meinen babyfreien Nachmittag letzten Samstag habe ich dazu genutzt, um nach Langem wieder einmal ins Kino zu gehen und mir endlich den neuen Disney Film „Die Schöne und das Biest“ anzusehen. Der Trailer sah ja unglaublich gut aus und ich war schon sehr gespannt ob die neue Version des Films halten kann, was sie verspricht.

Tieferer Einblick in die Hintergrundstory

Was mir sehr, sehr gut gefallen hat, war dass Disney uns dieses Mal hinter die Kulissen der Charaktere blicken lässt und uns nicht nur mehr zu den Familien von Belle und Biest zeigt, sondern auch den Fluch detaillierter darstellt und erklärt. Dies ermöglicht es, die Figuren, die wir schon seit unserer Kindheit kennen und lieben, von einer völlig neuen und überraschenden Seite kennen zu lernen und besser zu verstehen.

Alte Fehler wurden ausgemerzt

Disney hat die Gelegenheit genutzt und mit alten Fehlern aus der Originalversion aufgeräumt. So ist zum Beispiel Madame Pottine, die im Original ja eher wie Tassilos Oma aussieht, in der neuen Version deutlich jünger. Auch die Ungereimtheiten wie die Dauer des Fluchs und warum scheinbar niemand der Bewohner aus Belles Dorf das doch sehr nahe gelegene Schloss des Biests je gesehen hat, wurden in der Realverfilmung beseitigt.

Kontroversen und Überraschungen

Die Schöne und das Biest in der Realverfilmung hat für einige Aufregung gesorgt, da es der erste Disneyfilm ist, in dem sich ein Charakter als schwul outet. In einigen Ländern wurde der Film deshalb erst gar nicht gespielt, was ich sehr schade finde. Die Antwort auf die Frage, wer schwul ist, liegt auf der Hand: der schon in der Originalversion Gaston anhimmelnde und ihm stets treu ergebene kleine Lefou! Neben seiner Homosexualität bringt Lefou aber noch weitere Überraschungen in den Film ein, denn er ist verblüffend vernünftig, hat einige gute Meldungen bekommen und wechselt am Schluss beim Marsch auf das Schloss sogar die Seiten, weil er erkennt dass nicht das Biest sondern Gaston inzwischen der Böse geworden ist. Bravo!

Fazit

Ich bin total begeistert von dem Film, denn Disney hat sich nicht nur korrekt an die Originalversion gehalten, sondern diese auch noch liebevoll ausgeschmückt und mit mehr Hintergrundstory und Tiefgang ausgestattet. Die Kostüme und Sets sind wunderschön gestaltet und die Schauspieler für mich die perfekte Besetzung. Viel gesungen wird natürlich auch, ganz Disneyfilm typisch eben. Mit dabei sind neben den Klassikern auch ein paar ganz neue Songs. In puncto Gesang glaube ich aber, dass die englische Originalversion noch einen Tick besser ist als die deutsche Variante.

Ich fand die Realverfilmung sogar besser als die Zeichentrickversion, und hätte sie mir am liebsten gleich nochmal angesehen.  Großes Kompliment an Disney zu dem gelungenen Film, ihr habt euch mal wieder selbst übertroffen!

 

 

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