Warum meine Kinder Reboarder fahren

Wie bei allen Themen, die Kindererziehung betreffen, gib es auch beim Thema „Sicheres Autofahren“ einige Optionen und oft hitzige Diskussionen unter Eltern. In Mitteleuropa ist es seit Jahrzehnten üblich, Kinder vorwärtsgerichtet zu transportieren, sobald sie sitzen können. Wir haben uns dennoch dazu entschieden, unsere Kinder so lange es geht in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz (Reboarder) fahren zu lassen.

Die Qual der Wahl

Es ist gar nicht so einfach, sich für einen Kindersitz zu entscheiden, denn hier gibt es neben gefühlt tausend verschiedenen Modellen von bekannten und weniger bekannten Herstellern noch einige Faktoren zu beachten. Passt der Kindersitz in mein Auto? Ist mein Kind noch zu klein, oder vielleicht schon zu groß für den Sitz? Fühlt mein Kind sich in dem Sitz wohl? Wir haben bisher einige Modelle getestet, hauptsächlich von Maxi Cosi und Cybex, und waren bisher meist zufrieden.

Bei den Zwergperten sind viele Kindersitze lagernd. Man kann sich alles vor Ort ansehen und ausprobieren.

Sicherheit geht vor

Was für uns immer außer Frage stand, war die Fahrtrichtung. Unsere Kinder werden, so lange es geht, rückwärtsgerichtet im Kindersitz transportiert. Der Trend zu den sogenannten „Reboardern“ ist in den letzten Jahren aus Skandinavien zu uns gekommen, denn dort ist man sich schon länger darüber bewusst, welche gefahren das vorwärtsgerichtete Fahren für kleine Kinder mit sich bringt. Bei einem Kleinkind macht der Kopf etwa 25% seiner gesamten Masse aus, und auch die Nackenmuskulatur und die Wirbelsäule sind noch nicht vollständig entwickelt. Bei einem Frontalunfall wird der Kopf eines Kindes, das vorwärtsgerichtet fährt, mit einer enormen Kraft nach vorne geschleudert, und prallt dann natürlich mit gleicher Heftigkeit wieder zurück in den Sitz, da der kleine Körper ja von den Gurten fixiert wird. Man kann die Wucht, die bei einem solchen Unfall bei 50 km/h  Fahrtgeschwindigkeit entsteht, etwa vergleichen mit einem Sturz aus dem dritten Stock. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, dass das meinen beiden passieren könnte. Übrigens empfehlen inzwischen auch führende Automobil-Clubs wie ÖAMTC und ARBÖ, sowie die Verbände für Verkehrssicherheit in Österreich und Deutschland bis zum Alter von 4 Jahren die Verwendung von Reboarder Kindersitzen.

Beratung bei den Zwergperten

Ich wünschte wirklich, ich wäre schon früher auf die Zwergperten gestoßen, denn das Fachgeschäft rund um Kindersitze, Reboarder und Babyschalen verfügt nicht nur über eine überaus informative Website und einen Online-Shop, sondern hat über ganz Österreich verteilt auch 6 Ladengeschäfte, eines davon in meinem jetzigen Heimatort Vorchdorf. Stefanie leitet dort das Geschäft und hat eine unglaubliche Auswahl an Babyschalen, Kindersitzen und Reboardern lagernd. Dort kann man den Sitz, der einem gefällt, direkt im eigenen Auto und mit dem Kind testen, und wenn alles passt, natürlich auch gleich mitnehmen. Darüber hinaus gibt es jede Menge Zubehör, wie Sommerbezüge für die Kindersitze, Sonnenschutz fürs Autofenster und Spiegel für die Rückbank, damit ihr euer Baby bzw. Kind während der Fahrt im Reboarder auch sehen könnt (mein persönlicher Life Saver während der Autofahrt, denn so kann ich immer schnell nachsehen, warum mein Kind gerade schreit oder quengelt).

Stefanie von den Vorchdorfer Zwergperten im Einsatz.

Stefanie war dann so lieb und hat unsere beiden Reboarder kurz kontrolliert, ob alles richtig montiert ist, und hat mir gleich noch einen wichtigen Tipp mitgegeben. Nie wäre ich nämlich selbst auf die Idee gekommen, unter meine Fußmatten auf der Rückbank zu sehen. Dort befindet sich nicht nur Boden, sondern in meinem Auto sind dort Staufächer integriert, die mit passenden Füllstücken versehen sein müssen, wenn ein Kindersitz mit Standfuß montiert wird. Die meisten Reboarder haben einen solchen Standfuß, daher prüft das mal für euer Auto! Wenn ihr solche Staufächer habt, steht das auch in der Bedienungsanleitung. Stefanie hat mich da heute aufgeklärt. Bei den Zwergperten sind die passenden Füllkörper für die Staufächer übrigens lagernd, und so konnten wir dieses Problem auch gleich beheben.

Auf der Zwergerlmesse im September sind die Zwergperten aus Vorchdorf auch vertreten. Schaut unbedingt vorbei und lasst euch von Stefanie darüber beraten, wie ihr eure Kinder am sichersten transportieren könnt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.