Tinkturen herstellen

Um Kräuter das ganze Jahr über nutzen zu können, kann man sie zu Tee trocknen oder Tinkturen und Ölauszüge herstellen. Das ist ganz einfach selbst gemacht.

Tinkturen Basics

Man kann von allen Heilpflanzen sehr einfach selbst eine Tinktur herstellen. Dazu braucht man folgende Dinge:

  • Pflanzenmaterial
  • ein sauberes Schraubglas
  • Alkohol (Korn oder Wodka)

Füllt das Glas etwa zur Hälfte mit zerkleinertem Pflanzenmaterial. Hier könnt ihr sowohl frische, als auch getrocknete Kräuter verwenden. Danach das ganze mit Alkohol aufgießen. Für Blätter und Blüten reichen 35 – 40 vol.%, wenn ihr eine Tinktur aus Wurzeln herstellen wollt, braucht ihr 80 vol.%. Das gefüllte Glas verschließen, für 8 Wochen ziehen lassen und während dieser Zeit täglich schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe gut aus dem Pflanzenmaterial lösen.

Salbei und Arnika Tinktur

Hell oder Dunkel, Kühl oder warm

Es gibt verschiedene Ansätze darüber, wo die Tinktur am Besten ausziehen soll. Manche schwören auf einen Sonnenplatz, andere sind Verfechter von kühl und dunkel. Meiner Erfahrung nach ist es egal, ob ihr euren Tinktur-Ansatz hell oder dunkel stellt. Ich stelle sie nicht in die Sonne, sondern im Wohnzimmer ins Bücherregal, also bei Zimmertemperatur an einem schattigen Ort. Wichtig ist nur, die fertige Tinktur dunkel zu lagern, damit sich die Wirkstoffe nicht schneller abbauen, wenn sie dauerhaft Licht ausgesetz sind.

Abfüllen

Wenn die Tinktur fertig ist, siebt ihr sie ab und füllt sie in Flaschen aus Braunglas. Man kann das Pflanzenmaterial aber auch in der Tinktur lassen und nur bei Bedarf kleinere Mengen absieben. Bei dieser Variante sollte die fertige Tinktur dann dunkel gelagert werden.

Haltbarkeit

Die Haltbarkeit von Tinkturen ist in den meisten Rezepten mit ca. 2 Jahren angegeben. In vielen Kursen, die ich im Zuge meiner Ausbildung besucht habe, habe ich aber gehört, dass Tinkturen ewig halten. Meine Meinung dazu ist folgende: Alkohol wird nicht schlecht, daher kann man auch ältere Tinkturen verwenden. Es ist aber möglich, dass sich die Wirkstoffe der Pflanzen mit der Zeit abbauen und ältere Tinkturen eine schwächere Wirkung aufweisen. Daher am besten kleine Mengen ansetzen und alle 1-2 Jahre eine neue Tinktur herstellen.

Johanniskraut Tinktur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.