DIY – Sauerteig

Ich backe nun schon seit etwa zwei Jahren mein Brot selbst. Das Rezept (an dem ich euch hier auch bald teilhaben lasse) funktioniert auch ohne Sauerteig, aber mit wird es einfach besser. Wie ihr ganz einfach selbst Sauerteig ansetzen und damit eure Backwaren verfeinern könnt, erkläre ich euch heute.

Die Vorteile von Sauerteig

Wenn ihr euer Brot mit Sauerteig backt, bringt das vor allem Vorteile für die Verdauung, da im Sauerteig eine ganze Menge Mikroorganismen (Milchsäurebakterien und Hefen) aktiv sind, die die Stärke im Mehl schon einmal vor verdauen. Damit wird euer Brotteig, den ihr mit Sauerteig angesetzt habt, besser aufgehen. Das Brot wird bekömmlicher – viele Personen reagieren sensibel auf „herkömmliche“ Backwaren ohne Sauerteig und bekommen Verdauungsbeschwerden. Ich verwende hier deshalb den Begriff „herkömmlich“, weil in der Industrie heute kaum noch jemand mit Sauerteig backt. Stattdessen kommen oft Backbeschleuniger und ähnliche chemische Hilfsmittel zum Einsatz. Mit Sauerteig gebackenes Brot ist ausserdem länger haltbar. Es schimmelt nicht so leicht und trocknet langsamer aus.

Sauerteig selbst ansetzen

Sauerteig selbst ansetzten ist ganz einfach. Ihr braucht dazu nur folgendes:

  • Ein Glas mit etwa 500 ml Fassungsvermögen
  • Mehl
  • Wasser
  • Ein Baumwolltuch oder Küchenrolle zum Abdecken

Um einen Sauerteig zu starten, mischt ihr in dem Glas 100 g Mehl (ich verwende Roggenmehl) mit 100 ml Wasser. Verrühren, das Glas abdecken und bei Raumtemperatur an einem ruhigen, nicht zu hellen Ort stehen lassen. Nach etwa 12 Stunden nochmals umrühren. Einen Tag nach dem Ansetzen gebt ihr wieder Mehl und Wasser dazu. (Das können wieder 100g/100ml sein oder in Relation weniger. Ich gebe die folgenden Tage oft nur 50g/50ml dazu. Es geht nur darum, dass die guten Mikroorganismen im Sauerteig was zu futtern bekommen.) Ihr wiederholt dieses Prozedere für etwa 3-4 Tage, dann ist der Sauerteig bereit. Ihr werdet feststellen, dass der Sauerteig mal mehr, mal weniger blubbert. Das ist gut und spricht für die fleißige Aktivität der Bakterien und Hefen. Nach 4 Tagen ist der Sauerteig reif und ihr könnt mit dem Backen loslegen.

Sauerteig an sich wird nicht schlecht, ihr könnt also von eurem Ansatz etwas aufheben, wenn ihr nicht jedes Mal neu ansetzen möchtet. Dafür einfach etwas in ein verschließbares Glas geben und in den Kühlschrank stellen. Das bremst die Aktivität der Mikroorganismen. Dennoch solltet ihr nicht vergessen, den Sauerteig zumindest einmal wöchentlich zu füttern (mit Mehl und Wasser), damit er erhalten bleibt.

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