Meine Zauber-Pech-Salbe

Im letzten Beitrag habe ich euch gezeigt, wie ihr selbst Baumharz sammeln und reinigen könnt. Ich verarbeite mein gesammeltes Harz um diese Jahreszeit zu Zauber-Pech-Salbe – mein liebster Alltagshelfer bei kleinen Wehwehchen.

Das Rezept für meine Pech-Salbe

Für meine Zauber-Pech-Salbe verwende ich folgende Zutaten:

  • 200 ml Bio-Olivenöl
  • eine kleine Hand voll Thymian
  • 2-3 Stängel Schafgarbe (die Blätter und Blüten verwenden)
  • eine kleine Hand voll Kamillenblüten
  • 3-4 Arnikablüten
  • 15 g gereinigtes Fichtenharz
  • 20g Bienenwachs
Die Kräuter für meine Zaubersalbe.

Die Kräuter pflücke ich frisch und ziehe sie im Öl warm aus. Dafür verwende ich meist mein Salbenstövchen, es geht aber genauso gut in einem feuerfesten Glas im Wasserbad. Wichtig ist nur, dass das Öl gleichmäßig erwärmt bzw. warm gehalten und nicht zu hoch erhitzt wird. Für den Warmauszug lasse ich die Kräuter etwa eine Stunde im Öl ziehen.

Danach werden die Kräuter abgefiltert und das Harz im Öl aufgelöst. Diesen Schritt mache ich im Wasserbad und verwende ein feuerfestes Glas dafür. Nehmt euch bitte Zeit dafür, denn bis alles Harz verflüssigt und aufgelöst ist dauert es eine Weile. Bis es soweit ist, müsst ihr regelmäßig rühren. Wenn das Harz aufgelöst ist, kommt das Bienenwachs dazu. Weiter rühren bis es sich vollständig aufgelöst hat. Danach könnt ihr die Salbe in saubere Gläser füllen und gut verschließen.

Aus eigener Erfahrung kann ich für die Zaubersalbe eine Haltbarkeit von etwa 2 Jahren angeben. Das hängt allerdings auch etwas davon ab, welche Zutaten genau verwendet und wie sauber gearbeitet wurde.

Der Ölauszug für meine Zaubersalbe.

Wofür verwende ich die Salbe?

Bei mir kommt die Zaubersalbe bei kleineren Verletzungen wie Schnitten, Schürfwunden, Prellungen aber auch Verbrennungen und Hautentzündungen zum Einsatz. Das Fichtenharz fördert die Wundheilung und wirkt durch die enthaltenen ätherischen Öle entzündungshemmend. Auch die Kräuter, die ich für die Salbe verwende, wirken allesamt entzündungshemmend, astringierend (zusammenziehend) und beruhigend. Sie fördern die schnellere Heilung von Wunden. Arnika wirkt außerdem sehr stark bei Prellungen und Quetschungen. Diese Pflanze kommt bei mir speziell bei Wunden zum Einsatz, die tiefer gehen und wenig oberflächlichen Schaden angerichtet haben. (z.B. größere blaue Flecke, Verstauchungen oder ähnliches.)

Dieses Salbenrezept habe ich speziell für mich und meine Familie entwickelt. Auch meine Kinder lieben inzwischen die Zaubersalbe – sie kommt bei uns im Alltag auf ziemlich jedes Wehwehchen.

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